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C h r o n i k

Die Stedtfelder haben das große Glück einen ausgezeichneten Ortschronisten in ihren Reihen zu wähnen. Es ist Lothar Kappherr der die nun folgende Chronik erstellt und darüber hinaus noch erheblich mehr wissenswertes über Stedtfeld gesammelt hat :

Der Stadt Eisenach am nächsten gelegen, ist Stedtfeld. Der Ort erstreckt sich fünf Kilometer westlich von Eisenach im Tal der Hörsel. Bereits Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort durch eine Güterschenkung erwähnt.
Seit 1450 war Stedtfeld im Besitz der Familie von Boyneburgk, einem Rittergeschlecht aus Hessen. Einige der ältesten Grabtafeln dieser Familie findet man in der Margarethenkirche, die im 11. Jahrhundert erbaut wurde. Diese Kirche und der Steinstock, ein Turm im Zentrum des Dorfes, waren vermutlich Teil einer mittelalterlichen Wehranlage

Stedtfeld – Struktur und Geschichte

Stedtfeld, heute ein Ortsteil Eisenachs liegt fünf Kilometer westlich der Stadt im Tal der Hörsel. Südlich erstreckt sich zum Thüringer Wald gehörend, ein großes Waldgebiet, in dem ein etwa fünf Kilometer langes Teilstück des Rennsteiges verläuft. Die nördlich gelegenen Höhen sind nur teilweise bewaldet.

Bereits Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort erwähnt.
Kaiser Heinrich II schenkte 1016 das Gebiet in dem Stedtfeld lag dem Abt des Kloster Hersfeld. Herren waren die Familien von ,,Stetefelde", sie nannten sich nach dem Ort.
Ein Mönch namens Eberhard hat von 1155-1165 den Kodex alter Urkunden in lateinischer Schrift für das Kloster Fulda in ein geordnetes Verzeichnis niedergeschrieben, auch die Urkunde mit der Erwähnung von Stedtfeld.
Im Frühmittelalter hatte unser Dorf noch zwei Schwesterortschaften, im Osten Oberstedtfeld, am Michelsbach in Eisenach und Niederstedtfeld am Frankenstein im Westen. Stedtfeld war zu dieser Zeit Eigentum der mächtigen Dynastie von Frankenstein. Ritter Heinrich von Stetefelde (Stetefeld) verkauft 1283 den Hütschhof und den Wald ,,Stopfelskuppe" an Kloster Reinhardsbrunn. Später wurde der Ort hersfeldisches Lehen und kam dann unter Thüringer Landeshoheit. Seit 1450 war Stedtfeld im Besitz der Familie von Boyneburgk, einem hessischen  Rittergeschlecht. Hermann von Boyneburgk heiratete Elisabeth von Hofmeister, die letzte Erbtochter aus dem alten thüringischen Geschlecht der Hofmeister, sie waren die Nachfahren des Ritters Heinrich von Stetefelde (Stetefeld)

Die Boyneburgks übten in Stedtfeld die Gerichtsbarkeit aus, hatten Polizeigewalt und auch das Kirchenpatronat wurde ihnen zugesprochen. Durch Expansionsbestrebungen kamen sie auch in den Besitz fast sämtlicher Höfe der Umgebung, so dem Rangenhof, Clausberg, Schnepfenhof und Deubachshof, sowie das halbe Dorf Hörschel.

 Stedtfeld hatte viel unter den Kriegswirren zu leiden. So wurde der Ort im Dreißigjährigen Krieg dreimal geplündert und weitgehend zerstört. Im Siebenjährigen Krieg lagerten hier im Herbst 1757 die Reichsarmee und die französischen Truppen und erwarteten einen Angriff der Preußen. Auch in den Freiheitskriegen 1813 wurden dem Ort durch französische Soldaten und Kosaken schwerer Schaden zugefügt.

Es sind zahlreiche Dokumente erhalten geblieben, so dass man diesen Teil der Ortsgeschichte gut in Einzelheiten nachvollziehen kann.

 Auch die Erdgeschichte hinterließ über 250 Millionen Jahre ihre Spuren. Im Stedtfelder Revier lagern vier geologische Formationen: Rotliegendes, Zechstein, Buntsandstein und Muschelkalk. Bei der Auffaltung des Thüringer Waldes vererzten die Rücken der Kupferschieferschicht. So wurden seit 1522 Kupfer- und Kobalterze im Stedtfelder Gebiet abgebaut. Erst um 1800 musste der Bergbau aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Zahlreiche Relikte wie Pingen, Schächte, Halden, Stollen und Wasserkünste sind heute noch in den Wäldern aus dieser Zeit vorhanden. Interessierte Bürger haben mit viel Mühe einen bergbaukundlichen Lehrpfad errichtet, der durch ein landschaftlich schönes Gelände von Stedtfeld zum Rennsteig führt.

Während bis dahin die Einwohner vorwiegend in Landwirtschaft, Handwerk und Bergbau tätig waren, suchte man sich dann Arbeit am Bau und in den Fabriken im nahen Eisenach. Es wurde ein bescheidener Wohlstand erreicht.

 Nach dem 2. Weltkrieg und nach Einbeziehung Stedtfelds in die Sperrzone wurde die positive Entwicklung des Ortes unterbrochen. Das Dorf wurde aber dadurch nicht zersiedelt und behielt seine gewachsenen Strukturen.

Nach der Wende stellte man hier die Weichen frühzeitig auf Entwicklung von Gewerbe. So entstand im Osten ein Gewerbepark, wo auch Hi-tek Firmen angesiedelt wurden. Etwa 800 Menschen finden dort Arbeit und Brot. Auch die Adam Opel AG baute auf einem Teil der Stedtfelder Gemarkung das modernste Automobilwerk Europas, die Opel Eisenach G.m.b.H.

Durch einen Dorfentwicklungsplan konnte der ländliche Charakter des Ortes erhalten werden. In Folge der Verwaltungsreform wurde der Ort 1995 der Stadt Eisenach eingemeindet. Heute leben etwa 1000 Menschen in Stedtfeld.

 

Die Dorfgeschichte

Ende des neunten Jahrhunderts wurde der Ort durch eine Güterschenkung eines Ditolt erwähnt.  Die Originalurkunde in lateinischer Schrift befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg.
Kaiser Heinrich II schenkte 1016 das Gebiet in dem Stedtfeld lag dem Abt des Kloster Hersfeld. Herren waren die Familien von ,,Stetefelde", sie nannten sich nach dem Ort

1275   Inhaber des Dorfes waren zu gleichen Anteilen, Konrad von Debreschen, Rudolf von Dornberg und Konrad von Varila. Ritter Heinrich von Stetefelde (Stetefeld) verkauft 1283 den Hütschhof und den Wald ,,Stopfelskuppe" an Kloster Reinhardsbrunn

1296   Ritter Hermann von Hirsingerrode, Hofmeister des Landgrafen Albrecht erwarb die Stedtfelder Güter zu drei Teilen, sie waren die Nachfahren des Ritters Heinrich von Stetefelde (Stetefeld)

1369   Die Söhne Hermann uund Heinrich Hofmeister teilten sich die Stedtfelder Güter Hermann verpfändete seine Hälfte an Johann von Creuzburg, Johann und Fritz von Frymar und Johann Gottschalk

1399   Wetzel von Steyn ist im Pfandbesitz Vorgenannter Güter

1436   Diese Güter sind an Friedrich von Kolmatsch übergegangen, er wird bis 1463 als   Herr von Stedtfeld genannt

1674   Hans Jost II von Boyneburgk lässt auf eigene Kosten eine Orgel bauen, der Schulmeister hat sie zu schlagen ( spielen )

1732   Es wurde eine Feuerspritze gekauft. Sie kam von Wolfsbehringen und kostete 90 Reichstaler. Jeder Einwohner hatte 16 gute Groschen dafür zu bezahlen, den Rest übernahm der Herr von Boyneburgk. Dazu wurde das Spritzenhaus der Gemeinde gebaut

1735   Armeerevision, die Gemeinde wurde hart belegt und musste Schulden machen. Es wurde eine Schulwiese verpachtet

1757   Das Lager der Franzosen und der Kaiserlichen im Siebenjährigen Krieg war bei Michel Wiedemanns Haus. Ebenfalls waren Lager auf dem Burgacker vor dem Langen Weg bei Eisenach, sowie auf dem Clausberg und Rangenhof und über dem Schnepfenhof

1758   Ein Brauhaus wurde auf Gemeindegrund gebaut. Boyneburgk verspricht vor der Gemeindeversammlung die Freiheit und das Recht der Kirmesgesellschaft das Bier selbst zu brauen. Ebenfalls wird gestattet, wenn ein Bräutigam dazu im Stande ist, das Hochzeitsbier zu brauen. Er braucht nur die fürstliche Trinksteuer zu bezahlen

1762   Eine weitere Feuerspritze wurde angeschafft. Sie wurde von der Kirche gekauft, die Gemeide hat sie gefahren

1763   Ein Anbau an das Spritzenhaus wurde gemacht und die neue Feuerspritze hineingestellt

1763   Am Sonntag Cantate wurde im gesamten Eisenacher- und Weimarischen Land ein Freudenfest zur Beendigung des Siebenjährigen Krieges gefeiert

1767   Der Winter war besonders hart und grausam. Es kam zu Wassermangel, da die Brunnen eingefroren waren. Das Antriebswasser für die Mühle war zu gering, sodass nicht gemahlen werden konnte. Es mangelte an Mehl und Schrot. Laut fürstlichen Befehl durfte mit dem wenigen Wasser nur geschrotet werden, um das notwendige Mehl zu erhalten. Damit wurde Brot gebacken, trotzdem herrschte großer Hunger

1767   Am 1. Februar endete die Frostperiode, es regnete und das Eis der Hörsel brach auf, damit kam es zur Wassernot. Die Gemeinde baute einen Schutzdamm vor Arnolds Haus an der Hörsel und kommandierte 6 Mann mit Feuerhaken darauf unter der Mühle bildete sich ein gewaltiger Eisstau, wie er noch nie gesehen ward . Das Mühlenwehr wurde vernichtet. Auf der Hörsel trieben Bohlen, Hausrat, Hausteile und stauten sich vor der Brücke. Da wurde mit der Glocke Alarm geschlagen und die gesamte Gemeinde zum Schutz des Unterlandes gerufen. Am Abend brach endlich der Eisdamm auf und die Wasserflut lief ab

1774   Eine große Teuerung setzte ein, der Preis für eine Metze Korn stieg auf 23 gute Groschen und für eine Metze Gerste auf 16 gute Groschen

1774   Das Spritzen- und Hirtenhaus wurde im Oberland am Aufgang Lindenrain gebaut, vorher hatte es in der Wittigstraße gestanden

1776   Das Gemeinde Backhaus wurde wieder abgeschafft. Laut fürstlichen Befehl konnten jetzt wieder Privatbacköfen gebaut und genutzt werden

1799   Eine neue Kirchenuhr wurde angeschafft. Sie kostete 130 Taler . Finanziert hat sie:  die Kirche 
35 Taler je Einwohner                        
16 gute Groschen je Einmietling                         
8   gute Groschen der Geheime Kammerherr   
19 Reichstaler 12 gute Groschen der Kammerherr                    
6   Reichstaler 12 gute Groschen

1802   Am Sonntag nach Michaelis wurde die neue Schule eingeweiht. Sie kostet 603 Reichstaler

1803   Beim Frühjahrseisgang wurde die große Hörselbrücke vernichtet, ihr Wiederaufbau kostete 402 Reichstaler

1806   War der große Krieg zwischen Frankreich und Preußen. Am 2. Oktober verlor Preußen die Schlacht bei Jena und Auerstädt. Das ganze Thüringer Land wurde ausgeplündert. Sogar die Tagelöhner mussten Heu liefern

1813   War wochenlang große Einquartierung. Selbst der ärmste Tagelöhner hatte 4 Soldaten. Von April bis August haben 7000 Soldaten im Ort Quartier bezogen. Stedtfeld musste wochenlang in Ablösung mit 3 Mann Schanzarbeiten in Erfurt leisten

1813   Am 18. Oktober war die große Völkerschlacht bei Leipzig. Die Franzosen wurden geschlagen und zogen sich nach Westen zurück

1813  Am 31. Oktober standen die Franzosen vor Eisenach und Stedtfeld im Lager. Am 2. November plünderten sie Stedtfeld. Noch am selben Tag griffen Preußen und Russen die Franzosen an. Die Feuergefechte dauerten den ganzen 3. November, danach besetzten 50 Kosaken den Ort und bildeten in der Wittiggasse ein Lager  mit 8 großen Feuern. Am Abend kamen noch 50 Kosaken aus dem Lager bei Eisenach, plünderten das Oberland und nahmen 20 Schweine mit. Am 4. Nov. gingen die Plünderungen weiter. Es wurde viel Gut vernichtet und zerschlagen

1816   Am 12. April kam der Kurier aus Paris mit der Mitteilung, dass Frieden sei, darauhin wurde geleutet und gesungen. In Eisenach wurde mit Kanonen geschossen, auch auf den Dörfern wurde Salut geschossen

1816   Am 31. Oktober wurde das Friedensfest gefeiert. Es soll jetzt jedes Jahr auf den Bergen ein Freudenfeuer angezündet werden. Dabei soll der Pfarrer predigen und der Schulmeister mit seinen Kindern singen

1817   Es war eine große Teuerung. Eine Metze Korn kostete 1 Reichstaler und 2 gute Groschen. Es wurde Korn aus Rußland eingeführt, das kostete je Metze 20 gute Groschen

1833   Ein großes anhaltendes Regenwetter. Das Hörseltal war im Dezember und Januar überschwemmt. Ein großer Sturm verursachte Waldschäden. Der Winter war mild

1845   Eine neue Feuerspritze wurde in Stedtfeld angeschafft. Sei hat Schlauch und Rohr und sie kostete 240 Reichstaler neuer Währung

1907   Einweihung der neuen Schule mit dem Wirtschaftsgebäude. Der Gemeinde kostet die Inestition 26500 Goldmark

1914-1918  Im 1. Weltkrieg mußten 24 junge Stedtfelder ihr Leben lassen, an sie erinnert das Kriegerdenkmal

1924   Am 1. Oktober Ausgemeindung au der Stadt Eisenach. Die Gemeinde Stedtfeld wird verarmt und ausgeplündert wieder selbständig

1939   Am 1. September beginnt der 2. Weltkrieg. Auch 52 junge Männer aus unserem Ort mußten Ihr Leben lassen

1940   Stedtfeld erhält Einquartierung, die 13. Kompanie kommt aus dem Frankreichfeldzug zurück

1944   Der Sozialdemokrat Friedrich Heller wird als Folge des Hitlerattentats in das KZ Buchenwald verbracht. Man konnte ihn nichts nachweisen

1944   Am 27. September war über unserem Raum eine große Luftschlacht. 27 „Fliegende Festungen” und 19 deutsche Jäger wurden abgeschossen. Am Mühlkopf stürzte ein deutscher Jäger in den Wald

1945   Vom Osteronntag, 1. April bis Donnerstag, 5. April fallen in der Stedtfelder Gemarkung 14 junge Soldaten, ihre Gräber sind auf unseren Friedhof. Im 2. Weltkrieg fallen 57 Männer im besten Alter. Große Trauer herrscht im Ort

1945  Ostersonntag, 1. April  die Amerikaner stehen an der Werra, Stedtfeld wird mit Artillerie beschossen, die Bürger fliehen in Panik in den
Wald

1945   Am Freitag, 6. April die Amerikaner besetzen das Dorf. Die Wehrmacht war an Tag vorher abgezogen. Der Krieg war für uns zu Ende

1945   Am 30. Juni verlassen die Amerikaner auch Stedtfeld, Thüringen wird sowjetische Besatzungszone

1945   Sept. Die Bodenreform wird von der sowjetischen Besatzungsmacht angeordnet und auch in Stedtfeld durchgeführt

1946   Die Stedtfelder feiern wieder Kirmes. Nach einer Schlägerei mit einem Russen verbringen einige Kirmesburschen die Nacht im Gefängnis

1947   Im Frühjahr wird der Sportverein gegründet. Der Sportplatz mußte von der Bodenreform erstritten werden

1947   Wahl zum  Thüringer Landtag,  die LDPD wird in Stedtfeld stärkste Partei. Die Ergebnisse gelten künftig als Schlüssel für die Besetzung kommunaler Ämter

1947   In Folge dieser Wahl löst Bruno Mehne Friedrich Heller als Bürgermeister ab. Heller war 1945 eingesetzt worden

1952   Die Gemeindevertretung nimmt ein behördliches Schreiben zur Kenntnis,  Nachdem der Gemeindewald von 104 Hektar volkseigen wurde       

1952   Das Land Thüringen wird aufgelöst, der Deubachshof wird der Gemeinde Stedtfeld weggenommen und Krauthausen zugeschlagen

1952   Stedtfeld kommt in die 5 km Sperrzone. Ein Zugang ist nur noch mit Passierschein möglich

1955   Die LPG Typ III wird gegründet. 10 Bauern treten bei, im Dez 56 sind es schon 20 Bauern. Diese Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten

1956   Im Februar stimmt die Gemeindevertretung der Ausgemeindung vom Deubachshof an Krauthausen zu

 

 

 

 

 

 

 

 

 



1959   Im Februar wurde der Karnevalsverein aus den Reihen der Sportler gegründet. Die erste öffentliche Sitzung fand am Sonntag, 1. März statt

1960   Im März wird von den örtlichen Organen, vom Rat des Kreises und dem sogen. Patenbetrieb RFT der Beitritt der letzen Einzelbauern zur LPG erzwungen

1961   Mai, großes Hochwasser das Hörseltal wurd 9 mal überflutet. Auch der Damm im Unterland war den Wassermassen nicht gewachsen

1972   Am 14. Aug. Großbrand auf dem Schlosshof. Durch Plitzschlag wird die Scheune mit 35 Fuhren Luzerne vernichtet

1972      Die Hörsel wird in der Ortslage reguliert seitdem hatten wir  im Dorf kein Hochwasser mehr.

1980   Auf dem Werth und am Gries wird auf Stedtfelder Flur ein neues Autowerk eingeweiht

1980      Bau der neuen Spannbetonbrücke über die Hörsel mit einer anderer Straßenanbindung. Kosten: 768 000 Mark

1989      Am Freitag, 29. Dezember im Vereinszimmer des Gasthauses „Zur Linde” Gründung des Bürgerkommitees, das auch die Wende in Stedtfeld einleitet

1990   Im Juni gründen Mitglieder des Bürgerkommitees  einen Wanderverein, der sich im Oktober 1990 als Ortsgruppe dem Rennsteigverein anschließt.

1991   Unser Pastor Christian Köckert wird Anfang Januar zum Bürgermeister von Stedtfeld gewählt             

1991   September, Spatenstich für die Erschließung des Gewerbepark im Osten des Dorfes

1991   Im Herbst Spatenstich zum Bau der Stedtfelder Kläranlage durch den Hessischen Umweltminister Joschka Fischer und Bürgermeister Kökert

1992    Mai ist der Baubeginn im Gewerbepark. Die Firma Fröhlich legt den Grundstein für das Produktionsgebäude

1992    Bürgerentscheid für die Zusammenlegung der Gemeinden westlich von Eisenach. 77% der Stedtfelder Bürger stimmen zu

1992    Am 3. Dezember ist Richtfest der Kläranlage am Frankentein. Hauptredner ist Mathias Todt

1993    Im März ist Richtfest des Gründer- und Inovationszentrum ( GIS ) Stedtfeld . Ein Pilotprojekt in Thüringen

1993    Im September zieht die Feuerwehr in ihr neues Domiziel GIS. Der Umzug wird mit einem großen Fest  vollzogen

1993    Am 13. Oktober Einweihng der Großkläranlage am Frankenstein. Joschka Fischer ist wieder zugegen

1994    Im Mai wird die Renovierung des Kirchturmes mit dem Aufsetzten einer Goldenen Spitze abgeschlossen

1994    Stedtfeld wird am 1. Juli im Zuge der Gebietsreform der Stadt Eisenach eingemeindet

1994    Das GIS wird durch den Leiter der Staatskanzlei Dr. Michael Krapp offiziell In Betrieb genommen

1994    Ortsbürgermeister Christian Köckert wird am 16. Oktober direkt in den Thüringer Landtag gewählt

1994     Der Stedtfelder Elferrat übernimmt zum erstenmal die Regentschaft im Eisenacher Rathaus

1995          Das Hotel „Hollyday Inn” wird am 19. April im Gewerbepark in Betrieb genommen

1995    Am 2. Juni wird das Wanderhaus in einer Feierstunde dem Rennsteigverein zur Nutzung übergeben

1995    Baubeginn der Umgehungsstraße Stedtfeld, ein für uns sehr wichtiges Projekt. Der Hauptverkehr wird um das Dorf herumgeführt

1995    Durch die Fertigstellung des Hochbehälters am Judenkirchhof, wird die Trinkwasserversorgung der Gemeinde stabilisiert

1995    Christian Köckert wird am 22. November zum Vorsitzenden der CDU- Fraktion im Erfurter Landtag gewählt

1997    Am 26. Mai besucht Bundespräsident Roman Herzog das GIS in Stedtfeld Die ansässigen Firmen präsentieren ihr Programm

1998    Am 14. Mai, der amerikanische Präsident Bill Clinton und Bundeskanzler Kohl landen per Hubschrauber auf dem Werth gegenüber den Fidelhöfen zum Besuch des Opelwerkes und der Stadt Eisenach

1998    Im September werden der Tunnel durch den Hörselberg in Hörschel und die Umgehungsstraße um Stedtfeld offiziell für den Verkehr freigegeben

1999    Am 13. Juni Kommunalwahl in Thüringen. Die CDU siegt, Ottomar Schäfer wird zum Ortsbürgermeister gewählt

1999    Am 12. September Landtagswahl in Thüringen, Christian Köckert wird in unserem Wahlkreis mit weitem Abstand für die CDU direkt gewählt

1999    1. Oktober, Stedtfelds ex Bürgermeister Christian Köckert wird Innenminister  des Landes Thüringen 

2000   Der Rennsteigverein feiert sein 10 Jähriges Jubiläum

2002   Unsere Fußballjunioren werden Kreispokalsieger, Kreismeister von Eisenach und Gotha und schaffen den Aufstieg in die Landesklasse.
Der Thüringer Wandertag findet auf der ,,Spicke" seinen Abschluß, 2 Wanderungen führen über den Stedtfelder Berg und den Bergbaulehrpfad, verantwortlich war der Rennsteigverein Stedtfeld

2004    Die Margarethenkirche wird erneuert

2005   Frauenfußball, die Mannschaft wird Kreispokalsieger und die 1. Männermannschaft wird Kreisligasieger und steigt in die Bezirksliga auf

2006   Der in Stedtfeld lebende Reinhard Krebs wird Landrat vom Wartburgkreis

2007   Die SG Hörseltal feiert ,,60 Jahre Fußballverein"
18.-19.Januar fegt Orkan Kyrill über Stedtfeld hinweg

2008   Unser Lebensmittelladen ,,EDEKA" wird geschlossen

2009   Der Stedtfelder Carnevals Verein feiert ,,50 Jahre Karneval"

2010   Stedtfeld bekommt schnelles DSL (50.000) und ein Kinderspielplatz wird eröffnet

 

Zeittafel

Die Boyneburgks-Stedtfelder Linie

1420   Hermann von Hofmeister kauft von seinem Bruder, der kinderlos war, den Anteil an Stedtfeld für 900 Goldgulden

1450   Hermann II von Boyneburgk heiratet Elisabeth von Hofmeister, Erbin des Gerichts Stedtfeld, Tochter des Hermann von Hofmeister, Schultheiß der Stadt Eisenach.

1454   Hermann II wird vom Abt des Klosters Hersfeld mit dem Gericht Stedtfeld belehnt.

1463   Herzog Wilhelm von Sachsen belehnt Hermann II mit der Braugerechtigkeit.

1483   Hans von Boyneburgk schließt einen Vertrag mit denen von Nesselröden über „In Ansehung des Deubach-Gutes und Trift”.

1490   Hermann II von Boyneburgk stirbt

1496   Hans von Boyneburgk kauft von seinem Schwager Hans von Erffa das halbe Dorf Hörschel für 200 Gulden.

1512   Rezeß mit dem Abt des Klosters Hersfeld über Rechte an dem Dorf Stedtfeld, der Abt gab auf. Es wurde ein Burgfrieden geschlossen.

1518   Etliche Güter werden auf Wiederkauf für 17 Goldgulden an Johann Pargold aus Eisenach verkauft.  

1519   Jost von Boyneburgk und sein Bruder Heinrich werden vom Abt des Klosters Hersfeld mit dem halben Dorf Hörschel belehnt.

1521   Wieder werden etliche Güter für 200 Gulen auf Wiederkauf an den Grafen von Kirchberg verkauft.

1541   Verkauf des Gutes Deubachshof für 800 Gulden auf Wiederkauf.

1547   Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen beschwert sich wegen der Anwerbung Hessischer Reiter in Stedtfeld.

1561   Hans Jost von Boyneburgk fühte einen Erbschaftsprozess mit seinen Schwestern.

1564   Graf von Henneberg belehnt die Boyneburgks mit ½ Fuder Wein aus den Keltereien von Schleußingen und den Güter zu Grandenborn.

1576   Es starb Anna, die Schwester von Hans II. Sie war verheiratet mit Kurt Iffland Patrizier der freien Reichsstadt Nürnberg, er besaß den Schnepfenhof. Da die Ehe kinderlos war, fiel der Hof an die Boyneburgks.

1591   Die Gerichts- und Polizeiordnung wird im Gericht Stedtfeld aufgerichtet.

1598   Mit Georg Friedrich von Boyneburgk wird ein Erbvertrag unterschrieben. Er heiratet Marie von Bösau, die schon früh starb. Aus zweiter Ehe entstammen nochmals 8 Kinder.

1624   Hans Jost II von Boyneburgk wurde in Stedtfeld geboren. Er war wohl der bekannteste Vorfahre der Familie.

1637   Die Stedtfelder Güter waren fast gänzlich durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges.

1657   Hans Jost II übernimmt sämtliche Güter in Stedtfeld, sein Bruder Raphael Adolf war kinderlos gestorben.

1660   Hans Jost II heiratet Dorothea Marie von Keudel aus Wanfried. Sie hatten zusammen 8 Söhne und 6 Töchter.

1663   Erwerb des Gutes Clausberg. Das Wohnhaus und die Wirtschaftsgebäude wurden dort erbaut.

1667   Das zerstörte Wasserschloß an der Hörsel wurde abgerissen. Ein neues Schloß mit Wirtschaftsgebäuden wurde an jetziger Stelle errichtet. Die hier ansässigen Kleinbauern wurden im Oberland angesiedelt.

1676   Die Familie Boyneburgk erhält das Patronat über die Stedtfelder Kirche. Vom Herzog Hans Georg I erhielt er für treue Dienst den Klangswald.

1707   Hans Jost II stirbt, sein Besitz im Fürstentum Eisenach war:
            1. Das Schloß Stedtfeld nebst Dorf
            2. Das Dorf Hörschel zur Hälfte
            3. Die Höfe Deubachshof, Schnepfenhof, Rangenhof und Clausberg.Nach seinem Tode fand in Stedtfeld eine Güterteilung statt.

1754   Ein Brunnen im Rokoko-Stil wird auf dem Schloßhof errichtet. Ein Löwe hält das Schild mit dem Vermählungswappen des Erbauers.

1755   Unter Johann Adolph von Boyneburgk wurde der Streit ums Bergregal endgültig beigelegt.

1755   Der Festsaal im Schloß wird errichtet, die Panoramamalerei wird von dem Eisenacher Maler Schuchmann ausgeführt.

1755   Wilhelm Christoph von Boyneburgk wird in einem feierlichen Zerimonell Berghauptmann.

1757   Prozeß um den Klangswald, der Herzog will die Schenkung rückgängig machen. Die Boyneburgks gewinnen.

1757   Im Siebenjährigen Krieg lagern drei Armeen in und um Stedtfeld. Die Güter und Höfe wurden arg verwüstet.

1760   Wilhelm Christoph stirbt, er hatte das hintere Schloß als schönes Quartier mit großen Kosten und erfahrener Baukunst vortrefflich herrichten lassen.

1761   Johann Adolph verkauft den Clausberg für 6000 Taler, um seinen Söhnen ein Universitätsstudium zu ermöglichen.

1764   Georg Friedrich von Boyneburgk erbaut die neue Sakristai in der Kirche zu Stedtfeld. Die alte Sakristai an der Nordseite der Kirche wird Familienkruft.

1770   Das Hintere Schloß wird aufgestockt. Georg Friedrich stiftet die kleine Glocke In der Stedtfelder Kirche. 1770   Georg Friedrich ließ         Parkanlagen am Teichhölzchen anlegen. Um die Jahrhundertwende 1900 waren noch zwei Monumente vorhanden.

1781   Gotthilf Christian erwirbt das Steinsche Bauerngut und das Pfannstielsche Haus in Stedtfeld.

1836   Wilhelm Traugott von Boyneburgk stirbt auf dem Deubachshof und wird auf eigenen Wunsch auf einer Höhe über dem Werratal beigesetzt. Das Grabmal wird das heutige Boyneburgkdenkmal.

1846   Alexander von Boyneburgk erbaut den südwestlichen Turm des Stedtfelder Schlosses. Er war ein großer Kunstsammler.

1851   Wilhelm von Boyneburgk verkauft den Deubachshof an den Oberamtmann Henrici.

1867   Elisabeth, die Witwe von Otto von Boyneburgk erbaut die Familienkruft auf dem neuen Friedhof von Stedtfeld.

1905   Max von Boyneburgk schreibt in einer Broschüre über „Geneologische und Personal-Nachrichten der Familie von Boyneburgk zu Stedtfeld”.

1945   In Folge der Bodenreform Enteignung der Stedtfelder Güter durch die Sowjetiche Besatzungsmacht.

1946   Thora von Boyneburgk flieht mit ihren Kindern in die amerikanische Zone nach Wichmannshausen.

1997 Otto und Dorothe von Boyneburgk kaufen 650ha Wald von der Treuhand, enteignetes Alteigentum zurück

2009 Otto von Boyneburgk läßt einen Damm für den historischen Pochteich aufschieben und später fluten.

2010 Verzichten Boyneburgks und andere Erben auf den Rückgabeanspruch des Alteigentums.

2001   Stedtfeld erhält seine erste Homepage. Die Pflege der Homepage wird von nun an von Klaus Lütkenhues vorgenommen.

2009 Den Namen Ortschaftsrat gibt es nicht mehr. Nun heißt es Ortsteilrat.
Ebenso gibt es eine Veränderung von Ortsbürgermeister zum Ortsteilbürgermeister.


         Ortsteilrat Stedtfeld, Denkmalplatz 1, 99817 Eisenach
Orsteilbürgermeister-Sprechzeiten:  
Montag 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Baumgarten 30
Tel.:  03691 - 893292, 0175-5266312 
 www.stedtfeld.de